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Aktuelle Berichte

 
 

10.09.2007

Weinbergübernahme und Fahnenweihe

Am 8. September wurde schon häufiger in Deutschland Geschichte geschrieben. Am 8. September 1763 schloß König Friederich II. einen Kaufvertrag zum Erwerb der 1761 von Johann Ernst Grotzkowsky gegründeten Porzellanmanufaktur ab – es entsteht die „Königliche Porzellanmanufaktur“ in Berlin, am 8. September 1841 gibt Friederich Wilhelm IV. mit Kabinettsorder die Anweisung zur Gründung des Zoologischen Gartens in Berlin, am 8. September 1899 startet in Berlin die erste Benzinkraftdroschke und Samstag, 8. September 2007 war ein ganz bedeutender Tag für die westfälischen Vinobarden. Das, was sich die norddeutschen Weinfreunde, seit der Gründung ihrer Markgrafschaft, vorgenommen hatten, wurde in die Tat umsetzt:

Ein eigener Weinberg
Fast vollzählig waren die Westfalen zur Übernahme in das Örtchen Kesten an die Mosel gereist. Auf dem „Klostergut Himmeroderhof“ übergab Winzermeister Rainer Licht, der auch weiterhin für eine gute Bewirtschaftung der Parzelle der norddeutschen „Jungwinzer“ sorgen wird, den Weinberg an die Vinobarden aus Westfalen. Die Ernte, der in den nächsten Wochen anstehenden Weinlese, wird für die Bad Oeynhausener Freunde gekeltert und in Flaschen, mit eigenem Etikett, abgefüllt. Im kommenden Frühjahr wird der Riesling, „Kestener Palinsberg“, von einer Steillage, gepflanzt im Jahre 1982, zur Verkostung bereit stehen. Dann tritt die erste Ernte, natürlich nach einem gemeinsamen Treffen in Kesten, die Reise nach Ostwestfalen an. Mit berechtigtem Stolz haben die neuen Weinbergeigner, in einer stilvollen Feierstunde, diese wichtige Aktivität ihrer Markgrafschaft, genossen. Markgraf Dr. Rüdiger Witschel bezeichnete diesen Tag als einen sehr wichtigen Meilenstein in der Geschichte der westfälischen Markgrafschaft und lud seine Freunde danach zur
Fahnenweihe
ein. Die Fahne war erst vor einiger Zeit von den Vinobarden aus Südtirol nach Bad Oeynhausen gekommen und sollte, bevor sie bei zukünftigen Veranstaltungen in Westfalen flattert, an einem würdigen Ort geweiht werden. Den hatten die norddeutschen Vinobarden dann auch am Haus von Rainer Licht gefunden. Zur Fahnenweihe trug der Markgraf dieses Gedicht vor, das Siegfried Gerke, Studienrat in Ruhe, Komponist, Jäger, Hornbläser und Weinkenner für die westfälischen Vinobarden gedichtet hatte.

„Wer eine Fahne hat, hat eine Idee, drum heißt die Fahne hoch, daß sie jeder seh’, daß sie uns ruft zum Vorwärtstreben, aus mattem Alltag zu erheben, den schlaffen Geist, den trüben Sinn, aufwärts zum Licht, zur Sonne hin, die uns erquickt mit ihrem Schein und ihrer Glut im funkelnden Wein! Auf Brüder, so heißt die Fahne hoch, die Barden an Etsch, die Barden an Mosel, Donau, Saale und Main! Erhebt die Pokale zum Minnetrank, zur Ehr’ unsrer Fahne, den Göttertrank!

Sigfried Gerke schrieb das Gedicht für die Fahnenweihe

Vortrag über Rebenveredlung
Nach der Begehung des Weinberges hörten die Bad Oeynhausener noch einen sehr interessanten Vortrag über Rebenveredlung von Klaus Brösch, einem bekannten Fachmann in diesem Handwerk.
Ein „Hotan“ auf die Staatsgründung
Mit einem Wein aus dem Gründungsjahr des Vinobardenstaates, einem
Brauneberger Juffer, Riesling, Spätlese aus dem Jahre 1996,
wurde in der Gaststätte des Klostergutes auf das Wohl aller Vinobarden dieser Welt angestoßen. Dabei wurde auch beschlossen, daß die westfälischen Vinobarden beim Besuch in Südtirol im Jahre 2008 mit einem Kästchen vom eigenen Wein zu ihren Südtiroler Freunden fahren werden.

Auf dem Weingut Kesten liegt der Weinberg der westfälischen Vinobarden

Der Weinberg der Westfalen in Kesten an der Mosel

Zum ersten Mal dabei war der Sympathisant Dr. Alexander Hetzer ( 2. von rechts), Arzt, Jäger, Reserveoffizier der Bundeswehr und Weinkenner aus dem niedersächsischen Rinteln an der Weser

Links im Bild der Winzermeister Rainer Licht

Winzermeister Rainer Licht

Ein Hotan auf den Säckelwart Berd - Wilhelm Brockmann

Fahnenweihe

 
 
 
 
 
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